Am Mittwoch, den 5. März, gegen 09:20 Uhr, klingelte es an der Tür unseres Tierheims. Als wir öffneten, stand dort niemand mehr.
Stattdessen fanden wir diesen Korb – und seinen Inhalt: einen kleinen, weißen Kerl, einfach vor unserer Tür abgestellt und seinem Schicksal überlassen. Jemand hat ihn gebracht, geklingelt und ist gegangen. Ohne ein Wort. Ohne Erklärung.
Wir haben ihn Elliot getauft.
Bei aller Betroffenheit möchten wir auch sagen: Wir sind dankbar, dass Elliot wenigstens den Weg zu uns gefunden hat. Dass sein Korb nicht irgendwo im Wald, auf einem Feldweg oder an einer Straße abgestellt wurde. Leider passiert genau das häufiger, als man denkt.
Wir können uns vorstellen, dass hinter so einer Entscheidung Angst, Überforderung oder auch die Sorge vor Kosten oder unangenehmen Gesprächen stehen kann. Das verstehen wir durchaus. Und trotzdem hätten wir uns gewünscht, dass der oder diejenige den Mut gefunden hätte, kurz mit uns zu sprechen.
Denn ein paar Informationen hätten so viel geholfen – für uns, für den Tierarzt und später auch für mögliche neue Halter:
Wie alt ist Elliot? Ist er geimpft? Hat er Vorerkrankungen? Kann er hören – ein Thema, das bei weißen Katzen manchmal eine Rolle spielt? Welche Erfahrungen hat er mit Menschen gemacht? Ist er mit Artgenossen verträglich? Und warum musste er gehen?
Zum Glück wurde Elliot schnell gefunden und ist nun bei uns in Sicherheit. Trotzdem bleiben viele Fragen offen.
Wir bitten euch daher um Mithilfe:
Wer kennt Elliot oder kann Hinweise zu seiner Herkunft oder zu möglichen bisherigen Haltern geben?
📞 Hinweise nehmen wir telefonisch unter 03381 304140
📧 oder per E-Mail an info@tierheim-brandenburg.de entgegen.
Und natürlich gilt auch: Elliot wird sich – nach Abschluss der Quarantäne, tierärztlicher Freigabe und einer ersten Einschätzung seines Wesens – auf die Suche nach einem liebevollen und verantwortungsbewussten Zuhause machen.
Bis dahin kümmern wir uns um ihn und lernen ihn in Ruhe kennen. Im Moment ist er noch ziemlich durch den Wind – verständlich nach allem, was passiert ist. Jetzt darf er erst einmal ankommen, zur Ruhe kommen und Vertrauen fassen. Alles andere braucht Zeit.





