Für die Wohnungshaltung geeignete Katzen:

Im Folgenden stellen wir aus unserer Sicht für die Wohnungshaltung grundsätzlich geeignete Tiere vor. Voraussetzung ist, dass die Wohnung groß genug und katzengerecht eingerichtet  ist sowie vorzugsweise über einen gesicherten Balkon o. Ä. verfügt. Die von uns getroffenen Einschätzungen basieren auf Erfahrungswerten, teilweise bekannten Vorgeschichten  sowie dem Verhalten der Tiere vor Ort im Tierheim. Bitte beachten Sie, dass die Tiertexte während des Aufenthaltes den aktuellen Entwicklungen angepasst werden.


Noch nicht fündig geworden? Senden Sie uns gern trotzdem ein Bewerbungsformular zu. Denn: Wer weiß? Vielleicht wartet Ihr passendes Familienmitglied noch in der Quarantänestation bzw. auf die Vermittlungsfreigabe durch einen Tierarzt.


Karlotta – eine leise Seele mit besonderen Bedürfnissen


Karlotta mag auf den ersten Blick nicht dem klassischen Schönheitsideal entsprechen – ihre Ohren sind von der Zeit gezeichnet, ihr Blick ruhig, wach und von sanften Schlupflidern umrahmt. Doch wer sich auf sie einlässt, erkennt schnell: Hier begegnet man einer Katze mit Charakter, Lebenserfahrung und einer ganz eigenen, stillen Würde.


Karlotta ist keine Katze, die sich aufdrängt. Sie beobachtet zunächst aus sicherer Entfernung, nimmt ihr Umfeld bewusst wahr und entscheidet selbst, wann sie Nähe zulässt. Vertrauen entsteht bei ihr nicht spontan – sondern in ihrem Tempo. Wer ihr diese Zeit gibt, wird mit ruhigen, ehrlichen Momenten belohnt.


Bei Karlotta wurde ein Diabetes mellitus diagnostiziert. Aktuell befindet sie sich in einer stabilen Phase, in der keine Insulintherapie erforderlich ist. Die Erkrankung wird derzeit über eine angepasste Fütterung mit speziellem Diätfutter sowie eine verlässliche Tagesstruktur kontrolliert.


Wichtig ist dabei:

Eine Diabetes-Erkrankung bedeutet nicht automatisch eine starke Einschränkung der Lebensqualität. Viele Katzen können – bei konsequenter Fütterung, Gewichtskontrolle und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung – langfristig stabil und gut leben. Entscheidend ist ein verlässlicher Alltag ohne große Schwankungen.


Karlotta ist aktuell in einer geeigneten Katzenstube untergebracht, in der eine getrennte und bedarfsgerechte Fütterung sichergestellt ist. Ihr Zustand wird regelmäßig beobachtet und tierärztlich begleitet.


Für Karlotta suchen wir daher Menschen mit Ruhe, Verantwortungsbewusstsein und einem klaren Blick für das Wesentliche. Menschen, die bereit sind, ihr Zeit zu geben, ihre Bedürfnisse zu respektieren und sie zuverlässig im Alltag zu begleiten.


Karlotta kennt ein Leben mit Freigang und darf – nach einer angemessenen und behutsamen Eingewöhnungszeit – auch künftig wieder die Möglichkeit dazu erhalten. Alternativ zieht sie in eine geräumige, katzengerechte Wohnung mit gesichertem Balkon. 


Karlotta wurde ca. 2015 geboren, ist kastriert, geimpft und gechipt.


Hier gehts zum Bewerbungsformular.


©Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e. V.


Monchi und Rosalie – gemeinsam stark, auch wenn das Schicksal ein mieser Verräter ist.


Erst vor kurzem mussten Monchi und Rosalie ungeplant zurück ins Tierheim. Als wäre das nicht schon schwer genug, erreichte uns nun die nächste Nachricht, die uns den Boden unter den Füßen weggezogen hat: Monchi – unser Sonnenschein – ist schwer krank. Nach immer wiederkehrenden Hustenanfällen brachte eine Röntgenuntersuchung Gewissheit: Ein Teil seiner Lunge ist tumorös verändert. Noch geht es ihm den Umständen entsprechend gut: Er frisst, genießt Nähe und lebt seinen Alltag. Doch wir wissen, dass seine Zeit begrenzt ist – und schneller vergeht, als wir es uns wünschen. Was Monchi jetzt braucht, ist vor allem eines: Ruhe, wenig Stress und Geborgenheit – im Idealfall ergänzt durch Sauerstoffunterstützung und Menschen, die ihn palliativ begleiten. Menschen, die nicht wegsehen, sondern bleiben. Die verstehen, dass das Leben endlich ist – und jeden Moment bewusst mit ihm erleben.


Und dann ist da noch Rosalie. Seine Rosalie.


Die beiden sind ein eingespieltes Team – ruhig, harmonisch und tief verbunden. Als Rosalie damals ins Tierheim kam, war es Monchi, der sie aus ihrer Starre geholt hat. Sie orientiert sich stark an ihm, und wir wünschen uns von Herzen, dass sie diesen Weg nicht plötzlich alleine gehen muss. Dass sie die Chance bekommt, sich zu verabschieden.


Rosalie ist eine sensible, vorsichtige Katze mit einer sehr feinen Seele. Anfangs zurückhaltend, beobachtet sie lieber aus der Distanz. Doch wer ihr Zeit gibt, wird mit vorsichtiger Nähe, Neugier und ehrlichem Vertrauen belohnt. Sie ist sozial und braucht Menschen, die sie sehen und ihr Sicherheit geben.


Monchi hingegen ist pure Liebe auf vier Pfoten – eine echte Knutschkugel, die Nähe über alles stellt. Sein Wesen ist sanft, offen und zutiefst dankbar. Zusammen sind sie etwas ganz Besonderes. Zwei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und sich genau deshalb so perfekt ergänzen. Der Altersunterschied spielt dabei keine Rolle.


Was wir suchen, ist kein „normales“ Zuhause.

Es ist ein Balanceakt – zwischen Abschied und Neuanfang, zwischen Trauer und Fürsorge, zwischen zwei Seelen, die unterschiedlich viel Zeit haben. Wir suchen Menschen, die genau das sehen. Die bereit sind, Monchi einen liebevollen Abschied zu schenken und Rosalie gleichzeitig eine sichere Zukunft. Für Rosalie wird die Zeit nach Monchi schwer werden. Umso wichtiger ist es, dass die beiden bis zum Schluss zusammenbleiben dürfen – dass sie die Chance bekommt, sich zu verabschieden und nicht plötzlich allein zurückbleibt, ohne zu verstehen, was passiert ist.


Rosalie ist dabei kein „Anhängsel“, sondern ein eigenständiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen. Anfangs noch unsicher, braucht sie ebenso Aufmerksamkeit, Geduld und Zuwendung. Ein souveränes, soziales Zweittier könnte ihr später helfen, besser mit dem Verlust umzugehen. Wenn du das Gefühl hast, diesen besonderen Katzen gerecht werden zu können, dann melde dich bei uns.


Rosalie und Monchi sind kastriert, geimpft und gechipt.


Hier gehts zum Bewerbungsformular.


©Tierschutzverein Brandenburg an der Havel e.V.


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