Willkommen im Tierheim des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel e.V.
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Bufdi Madleen Gieseler zähmt Raubtiere ... :-)

Am 02.08.2012 hatten wir im nahe gelegenen Seniorenheim einen Termin. Es galt zwei wilde Mutterkatzen zu fangen, die auf dem Gelände Junge geworfen hatten. Sie sollten kastriert werden. Unsere Bufdi Madleen musste - und wollte - mit.

Nach einer kurzen Einweisung ins Fallen stellen und Katzen umsetzen legten wir uns auf die Lauer. Mama Nr. 1 mit ihren 2 Babys hatten wir schon gesehen. Direkt vor ihrem Spielplatz wurde die mit leckerstem Thunfisch preparierte Katzenfalle aufgestellt. Kaum dass wir uns zurück gezogen hatten, gab es einen gewaltigen Platzregen ... wir waren bedient und fürchteten nur um unseren Thunfisch ...

Nach zehn Minuten ließ der Regen nach und wir trauten unseren Augen kaum: Mama schickte mal eben ihre Kinder vor! Die ausgebuffte Katze wollte wohl auf Nummer sicher gehen. Wir sahen zu, wie Baby 1 der Thunfischspur folgte und ... die Falle auslöste. SO hatten wir uns das eigentlich nicht vorgestellt ...

Schnell war Baby 1 aus der Falle in einen Transportkäfig umgesetzt, ins Auto gestellt, die Falle wieder aufgestellt und wir uns verkrümelt ...

Tatsächlich ... Baby 2 wurde vorgeschickt. Während Mama ganz entspannt zuschaute, was ihr Nachwuchs da so trieb, wir innerlich fluchten ... zack! saß Baby 2 in der Falle. Zähne knirschend nahmen wir auch dieses Tierchen mit ins Auto ... so, nun müsste ja Mutti eigentlich ... ha! denkste!

Plötzlich tauchte ein weiteres Katzenkind auf, schwarz/schildpatt ... neugierig ... hungrig ... und ... rein in die Falle. Wie wir später von den Senioren erfuhren, gehörte Nummer 3 eigentlich zur anderen Mutterkatze.

Nun standen drei Katzenkinder in ihren Käfigen im Tierheimauto und Mama dachte nicht mal daran, sich der Falle zu nähern ... wir warteten ... nach schier endlosen 20 Minuten, konnte sie dem Thun dann doch nicht mehr widerstehen und ließ sich fangen. Mama Nr. 2 war nicht in Sicht ...

Wir brachen ab, transportierten Mama 1 zum Tierarzt und dachten krampfhaft über eine Lösung für die rund 6 Wochen jungen Kitten nach ...

Ach, Madleen, wir starten mal Projekt "Raubtierzähmung" ... im Tierheim angekommen, stellte sich schnell heraus, dass von den drei Kitten, eines männlich und zwei weiblich waren. Madleen bekam also für ihren "ersten Versuch" den normalerweise schnell zahm zu bekommenden männlichen Tiger mit nach Hause.

Die zwei kratzbürstigen Damen nahm ich selbst zum zähmen mit.

Anita Gommert

 

Hier nun der Bericht von Madleens "Projekt":

Der Käfig ist vorbereitet, mit allem, was das Katzenherz begehrt, um es dem kleinen Wildfang so angenehm wie möglich zu machen. Es ist schon schwer genug, für den erst sechs Wochen jungen Kater von Mutter und Schwesterchen getrennt zu werden und die gewohnte Freiheit in der Natur gegen einen kleinen Käfig zu tauschen.

Doch alles nur zu seinem Besten, denn der kleine schwarz-weiße Kater soll einmal erfahren, wie schön so ein Leben in Obhut der Menschen sein kann. Herrenlose, herumwildernde und täglich ums Überleben kämpfende Katzen gibt es leider genug und ihm soll genau so ein Schicksal erspart bleiben.

Würde ich jetzt versuchen ihm dies klar zu machen, wird er es mir gewiss nicht abkaufen, so ängstlich und misstrauisch, wie er mich gerade aus seinem Käfig her fixiert.

Bloß nicht auffallen wird er sich wohl denken, denn mit einem Menschen hat der kleine Kerl ja noch keine großen Erfahrungen sammeln können.

Eine Herausforderung für uns beide, denke ich.

Überwältigt von all den neuen Eindrücken und Geschehnissen an diesem Tag, verzichtet er sicherheitshalber mal auf das ihm angebotene Futter. Logisch!

Erst mal eine Nacht drüber schlafen und morgen sieht dann bestimmt alles anders aus, denken wir uns bestimmt beide. Doch Fehlanzeige- denn geschlafen hat er in den ersten paar Tagen kaum, zumindest nicht in meiner Gegenwart. D.h. schlafarme und laute Nächte für mich und klägliches und unbeantwortetes Schreien nach seiner Mutter für ihn. Doch die Zeit heilt alle Wunden.

In den nächsten paar Tagen lernte er, dass Menschen etwas Gutes bedeuten- Futter, Spielzeiten oder auch Streicheleinheiten- es lohnt sich also für ihn. Teilweise zieht der kleine Wilde auch das Schmusen dem Fressen vor, was mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Nun war es an der Zeit, der kleine braucht einen Namen. Ohne lange zu überlegen schießt es mir in den Kopf- Feivel! Perfekt !

Er fasste Vertrauen und auch ich lerne ihn einzuschätzen.

Befreit von unzähligen Zecken, Milben und entwurmt, darf er nun seinen Käfig das erste Mal verlassen und die Stube unsicher machen. Feivel hat das Talent, aus jedem Gegenstand eine Art Spielzeug zu machen und stellt die Wohnung jeden Tag aufs Neue auf den Kopf ;-)

Da er von nun an nie mehr in den Käfig muss, löst sich das Problem mit den schlaflosen Nächten zum Glück von selbst. Er hat nun ein Stück Freiheit zurückgewonnen und kann jederzeit Sozialkontakt aufnehmen.

 

 

Feivel ist ein unheimlich anhänglicher und gesprächiger kleiner Rabauke, der stetig Aufmerksamkeit fordert, der man als Mensch wohl kaum voll und ganz gerecht werden kann, wie ich immer wieder erfahre.

Daher kann er sich schon jetzt auf eine baldige Zusammenführung mit seinem Schwesterchen und vielen anderen Katzenkindern im Tierheim freuen, denn Jagdspiele machen mit einem Artgenossen gewiss 100x mehr Spaß, als mit einem an der Schnur befestigten Spielzeug und einer zuweilen doch schmerzempfindlichen und zerkratzten Hand ;-)


Feivel zog heute (19.08.2012) zu seiner Schwester Collette und seiner Halbschwester Collien in die Pflegestelle.

29.08.2012

Die erste Annäherung zwischen Feiveln und den Mädels war etwas holprig. Natürlich haben sie sich nicht sofort erkannt. Er wurde angefaucht, fauchte zurück und jeder ging seiner Wege ...
Nach nunmehr 10 Tagen Katzen-WG ist es so, dass Feivel und seine Schwester Collette wieder sehr eng miteinander sind. Sie schlafen häufig zusammen in ihrer Hängematte und Collette lernt auch von ihrem Brüderchen, dass streicheln eigentlich super ist.
Einzig Collien mag noch immer nicht so richtig ... eine schüchterne Dame. :-)

Letzte Aktualisierung der Homepage war am:

24.11.2017

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Neuigkeiten aus dem neuen Zuhause schicken Elvis&Eddy

Und auch Kasim geht es richtig gut: Lieblingshobby: KUSCHELN!!

 

Dori hat sich aus ihrem neuen Zuhause gemeldet. Schnurren und kuscheln ist das Größte!

 

Schaut nur wie gut es uns geht... Lita&Jackie (möchten jetzt Minka und Mieze genannt werden), aber auch Cosmo und Amigo haben es so richtig gut erwischt und fühlen sich Katzenwohl... 

 

Enno & Flint lassen uns an ihrem Katzenleben teilhaben und senden liebe Grüße aus ihren Familien.

 

Tierische Grüße erreichen uns von Beethoven, Cleo und AlKatzone!

Und auch Estelle (jetzt Ella genannt) schnurrt uns zu. 

 

 

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