Willkommen im Tierheim des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel e.V.
Willkommen im Tierheim des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel e.V.

Auf einmal über 50 Katzen mehr

Animal Hoarding: Wir brauchen Ihre Hilfe!

17.09.2014

 

Prolog

 

Sie nennen mich Filou - klingt hübsch finde ich - VORHER hatte ich keinen Namen. Vorher - das war bevor viele Leute mit Körbchen mich und meine Artgenossen wegtrugen - sie redeten viel, schüttelten mit ihren Köpfen, hielten sich die Nase zu und hatten teilweise Tränen in den Augen. Ich hatte Angst - wäre ich doch lieber in meinem Versteck geblieben, doch es gab kein ZURÜCK. Sie stellten meinen Korb in einen komischen Schrank mit 4 Rädern - um mich herum weitere Körbe aus denen mich ängstliche Augen anblinzelten. Dann ein Ruck, ein leises Schnurren - das nicht von einer Katze stammte, es wackelte und der komische Kasten fuhr mit uns davon. Als das "Schnurren" aussetzte hörte ich Hundegebell, es roch merkwürdig - hier war ich noch nie. Sie trugen unsere Körbchen vorsichtig eine Treppe hinauf. Mein Körbchen öffnete sich, die Frau aus dem Auto sah zu mir hinunter und sprach beruhigend auf mich ein. Sie sah besorgt aus und musterte mich. Und dann endlich .... ich durfte hinaus. Ich erschrak ... um mich herum viele pelzige Ungetüme, die ich nicht kannte - wie sich später herausstellte sollten sie meine Freunde werden - KRATZBÄUME - die mir Unterschlupf und Zuflucht boten. Es roch nach frischer Luft, große Fensterbretter boten mir Platz und Raum um mich zu orientieren. Eine frische Brise wehte um meine Nase, ein Geruch den ich nicht kannte. Jeder Stubenbewohner hatte seine eigene, saubere Toilette - ein Luxus wenn man bedenkt, dass wir uns vorher 1-2 Toiletten teilen mussten. Und es standen plötzlich Futterschalen mit Nass- und Trockenfutter für jeden von uns da.

 

In den nächsten Tagen besuchte mich die Frau, die mich aus dem Korb befreit hatte. Sie schaute immer noch besorgt und nahm mich mit. Sie setzte mich in eine - sie nennen es Quarantäne. Immer wieder wurde ich besucht - sie meinten, ich solle keine Angst haben - sie wollen mich beobachten und sie wollen nicht, dass mir meine großen Artgenossen aus der Stube etwas antun. Leicht gesagt, hatte ich vorher doch noch nie wirklich etwas mit diesen Zweibeinern zu tun - Wie also vertrauen? Es vergingen einige Tage, dann stand eine weitere unbekannte Frau vor meinem Käfig - sie sah traurig aus und packte mich in einen Korb. Wieder ging es in den schnurrenden Kasten und wir fuhren davon. Wieder kamen wir an einem unbekannten Ort an, es war ruhig, Vögel zwitscherten - sie erklärten mir, dass ich in meiner "Pflegestelle" angekommen sei. Ich hatte Angst, was passiert mit mir? In den nächsten Tagen verkroch ich mich, jeden Tag redeten Pflegefrauchen und Herrchen beruhigend auf mich ein, setzten sich einfach nur zu mir bis.......... bis ich mich auf einmal hinaus traute. Besonders dann, wenn es etwas Leckeres gab oder ich zum Spiel mit dem Federwedel aufgefordert wurde. Nur diese ständigen Fahrten mit dem "schnurrenden Kasten" ärgerten mich, mehrmals wurde ich zu einem weißen Raum mit einer komischen Frau in einem weißen Kittel chauffiert und musste auf einem kalten, silbernen Tisch sitzen. Ich ließ es über mich ergehen. Die Kittelträgerin sah besorgt aus, mein Mäulchen wurde aufgerissen, sie steckte etwas in meine Ohren, führte ein komischen silbernes Ding über meine Brust und meine Seite, kämmte mich und zur Krönung wurde ich auch noch gepiekst. Ich ließ ALLES über mich ergehen.... Zwergwuchs, FIP-Verdacht, Ataxie, Organfehlstellungen, Flohbefall, Milben, Untergewicht trotz gieriger Nahrungsaufnahme, Inzucht?... Begriffe die noch heute in meinen Ohren klingen.

 

Pflegefrauchen sah besorgt aus. Doch ich wollte und sollte leben! In den nächsten Wochen, nahm ich meine Medizin tapfer ein, lies alle Untersuchungen über mich ergehen, nahm zu und kam mehr und mehr aus mir heraus. Nur meine motorischen Fähigkeiten waren auch weiterhin auffällig, was regelmäßig beim Spielen sichtbar wurde. Und so wurde das Spiel zu einem Training - meine Muskeln sollten sich aufbauen. Bewegunsfreiheit kannte ich aus meinem bisherigen Leben schließlich nicht - zu viele Artgenossen auf zu engem Raum, zu wenig Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten. Von Tag zu Tag ging es mir besser, auch wenn man mir meine Odyssee wohl ein Leben lang ansehen wird - so wie vielen von uns - JENE DIE DAS Martyrium ihrer Vergangenheit ÜBERLEBT HABEN. 

  

UPDATE 27.09.2014 - Das Tierheim JUBELT - Filou(chen) hat ein tolles Zuhause gefunden!!! Endlich darf er seine schlimme, traumatische Vergangenheit vergessen und ein glücklicker - wohl immer zu kleiner - Kater sein. Ein nettes Ehepaar, das den ganzen Tag für ihn Zeit hat, hat sich seiner angenommen und tut alles dafür, dass Filou endlich ein artgerechtes Leben führen darf. Dafür sagen wir DANKESCHÖN, denn sein neues Frauchen hat sich schon bei ihrem Besuch bei uns sofort in den kleinen Kerl, der seine Vergangenheit NIEMALS verhehlen können wird, verliebt. :D Er hat es so sehr verdient, hoffentlich fogen schnell viele seiner Leidensgenossen...

Weitere Schicksale finden Sie HIER

Update 12.09.2014 - Die ersten Tiere werden Ihnen voraussichtlich in der kommenden Woche auf unserer Homepage vorgestellt.

Update 09.09.2014

 

Die Vorbereitungen für ein neues Zuhause starten. Interessenten können sich gern schon einmal per Email oder Telefon vormerken lassen.

23.07.2014

 

Liebe Tierfreunde,

 

wir wissen, Sie würden gern Neuigkeiten zu diesem Fall lesen. Leider dürfen wir noch nichts berichten, da das Verfahren noch läuft. Bitte haben Sie noch etwas Geduld, sobald wir dürfen, werden wir Ihnen ausführlich Rede und Antwort stehen!

 

Ihr Tierschutzverein Bradenburg an der Havel e.V.

31.05.2014

 

Wir bedanken uns für die zahlreichen Anfragen lieber Tierfreunde, die sich den Katzen auf ganz unterschiedliche Weise sehr verbunden fühlen und Ihre Hilfe und Unterstützung in vielfacher Art angeboten haben. Leider dürfen wir noch immer nicht ausführlich berichten, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. Für den Moment können wir sagen, dass es den Tieren den Umständen entsprechend gut geht.

 

Auch möchten wir uns noch einmal für die Sach-, Geld- und Futterspenden, die uns in den letzten Tagen erreichten bedanken - in dieser Situation hilft jede noch so kleine Dose und jeder Cent.

 

Vielen, vielen lieben Dank

 

 

17.05.14... Heute erreichte uns die erste warme Spendenflut lieber Tierfreunde, die das Schicksal unserer Animalhoarding-Katzen mehr als bewegte. WIR SAGEN 1000DANK!!!!!

IHRE HILFE KOMMT AN!!!!!!!

Katzen, Katzen, Katzen...Aktuelle Bilder unserer Schützlinge folgen in Kürze!

„4300 Jahre ist es her, dass Noah mit seiner Arche nach dem Alten Testament jeweils ein Paar von jeder Tierart vor der großen Flut rettete. Mit an Bord hatte er auch ein schneeweißes Katzenpaar. Nach Monaten auf See strandete die Arche auf dem Berg Ararat, dem höchsten vulkanischen Berg im damaligen Mesopotamien, der heutigen östlichen Türkei. Als Noah die Katzen ins Freie entließ, fiel ihnen die eben heruntergelassene Treppe auf den Schwanz, dessen Farbe sich in ein feuriges rotbraun verwandelte. Nach Monaten in Dunkelheit blendete die Sonne die beiden Katzen so stark, dass sie erblindeten. Das ist vielleicht der Grund, warum die Katzen blaue, amberfarbene oder unterschiedliche Augenfarben haben. Gott hatte Mitleid mit den beiden Katzen und berührte ihre Stirn, um sie zu segnen und so erhielten sie einen rotbraunen Fleck als Zeichen für den Fingerabdruck Gottes. Die Katzen rannten den Berg hinunter zu der antiken Siedlung von Van, wo es viele Fische in dem riesigen See gab. Sie vermehrten sich, und es war nur natürlich für die Katzen, im Wasser zu schwimmen, um zu fischen. In den Legenden Armeniens finden sich bis heute Anspielungen auf die schwimmenden Vankatzen...“

 

Es ist genau diese Legende, die einem Teil der Nachkommen dieses biblischen Katzenpaares zum Verhängnis geworden ist. Hier in Brandenburg an der Havel, inmitten der Innenstadt! Warum? Weil ihr Frauchen aus ihnen etwas machen will, was sie gar nicht sind – wilde Katzen, die ihr Leben am Vansee verbringen und dort baden gehen und Fische fangen. „Armenische Schwimmkatzen“ heißt die von ihr kreierte Rasse. Was ist passiert? Die Liebe zu Katzen und ganz speziell zur Rasse der Türkisch Van ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Aus einer Tierschützerin ist eine Animal Hoarderin geworden, die sich völlig in diese fixe Idee verrannt hat... Am 8. Mai 2014 ist nach vielen Hinweisen der zuständige Amtstierarzt tätig geworden. Gemeinsam mit Tierschützern des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel machte er sich vor Ort ein Bild von den herrschenden Zuständen. Eine Wohnung in einem Hinterhaus und ein Bungalowgrundstück mitten in unserer Stadt wurden angefahren. Das Ergebnis mit einem Wort: erschütternd. Es roch unglaublich nach Katzenurin, es war schmutzig und unaufgeräumt. Überall waren verdreckte Katzenklos und Futternäpfe. Anstelle von Katzenfutter gab es für die Tiere, die gruppenweise in verschiedene Räume und stellenweise ohne ausreichend Rückzugsmöglichkeiten eingesperrt waren, Hundefutter aus großen Dosen. 13 Katzen – Kater und Katzen, allesamt unkastriert – wurden vom Veterinäramt und den Tierschützern aus dem völlig verdreckten Bungalow befreit, noch einmal über vier Dutzend waren es in der Mietwohnung. Die Halterin, die selbst nicht einmal mehr wusste, wie viele Tiere sie in der Wohnung hat, blieb zunächst uneinsichtig, gab aber schließlich nach und half vor Ort beim Einpacken der Tiere. Vollkommen eingeschüchtert, verfloht, teilweise apathisch und mit Biss- und Kratzverletzungen versehen wurden die Katzen ins Tierheim in der Caasmannstraße gebracht. Über 50 Katzen allen Alters mehr auf einen Schlag, hervorgebracht durch die Sammelkrankheit und „Rettungsmission“ der Frau, für die Räumlichkeiten und die Tierheimmitarbeiter eine große Herausforderung. Schlussendlich gelang auch das, getrennt nach Männlein und Weiblein und möglichst auch nach Alter und Zustand. Momentan ist noch völlig unklar, wie viele der weiblichen Katzen tragend sind und pro Tier bis zu 6 Kitten zur Welt bringen können. Theoretisch könnte es jedes weibliche Tier sein. Das bringt uns neben der räumlichen Not auch in finanzielle Sorgen. Denn momentan und von jetzt auf gleich 50 Mäulchen mehr artgerecht – und ganz sicher werden es in den kommenden Tagen und Wochen noch viele mehr werden - zu stopfen zehrt an unseren ohnehin nicht übermäßigen Reserven. Dazu kommen unter Umständen Tierarztkosten, die bisher noch nicht absehbar sind. Und dennoch – Wir werden auch diesen Tieren helfen! Wer uns dabei unterstützen möchte, wieder gut zu machen, was die Tiere in ihrem bisherigen Leben erleiden mussten, hilft uns mit Futter oder auch Geldspenden.

 

Helfen Sie aktiv mit, diesen Katzen einen guten Start in ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Ihr Geld kommt an bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse, BLZ: 16050000, Kontonummer: 360 1000 848 oder im neuen System: IBAN: DE25160500003601000848, BIC: WELADED1PMB, Stichwort: Animalhoarding 

 

Wir sagen DANKE im Namen unserer Tiere.

 

Zur Information: In der Türkei lebten 1992 nur noch 92 weiße – ursprüngliche -Vankatzen. An der Yüzüncu-Yil-Universität in Van gibt es ein Forschungszentrum, das sich mit dieser Katzenrasse befasst. Dort soll die Rasse vor dem Aussterben bewahrt und die genetischen Ursachen für die verschiedenfarbigen Augen ergründet werden. Die Zahl der dort gezüchteten Katzen betrug 2006 nur 100 Tiere. Das reicht bei weitem nicht aus, um die Rasse in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. Auf die Ausfuhr dieser Katze steht in der Türkei eine Strafe von bis zu 35.000 €.

(Quelle: Wikipedia)

Wenn auch provisorisch, so sind unsere neuen Schützlinge nun endlich artgerecht untergebracht!
Endlich ein Kratzbaum. Für viele der traumatisierten Katzen ein unbekanntes Wesen

Übrigens: Auch die Katzen, die von der Frau an einem weiteren Standort in Sachsen-Anhalt gesammelt wurden, sind am 15. Mai 2014 befreit und in einem Tierheim untergebracht worden!

Letzte Aktualisierung der Homepage war am:

21.08.2017

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u. a. vermisst - Katze "Muschel"

Aktuelle Tierbestandszahlen:

37 Hunde

92 Katzen 

3 Kleintiere

Wer helfen möchte, aber nicht weiß wie, findet ganz einfach per Klick auf unseren Wunschzettel einige Ideen und Anregungen.

Kater Caasi informiert:

Tieriche Grüße von Emmet und Eugen (jetzt Emil und Sami), von LouLou (jetzt Philippa), Flip sowie Hampton & HydeWir wünschen eine tolle gemeinsame Zeit!

 

Newton benutzt das Katzenklo... hurrraaaaa... Liebe, Leckerlies und viel Zuneigung, das ist es was ein roter Kater so braucht, um seine Menschen glücklich zu machen.

 

Lilly genießt ihr Leben in vollen Zügen und hat ihren Beschützerinstinkt  entdeckt.

 

Unsere Diva Stella hat sich gemeldet und berichtet von ihrer neuen Freundin Luna.

 

zooplus.de

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DANKESCHÖN!!!

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