Willkommen im Tierheim des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel e.V.
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„Hope“ – von der Hoffnung verlassen, Endstation Tierheim

„Ich laufe durch die Straßen. Mein Herrchen ist weg, einfach losgefahren, ohne mich. Weiß nicht wohin, die Gegend kenne ich nicht. Die Menschen, denen ich begegne weichen mir aus. Was haben sie nur?
Ich laufe ziellos durch die Straßen. Dort vorn, die beiden Männer kommen auf mich zu. Sie sprechen mich freundlich an. Ich verstehe sie kaum, denn ich höre etwas schlecht. Aber ihre Stimmen sind nett. Sie legen mir eine Leine um den Hals und führen mich weg. Weiter hinten steht ein großes, rotleuchtendes Auto. Ich darf einsteigen. Ob sie mich nach Hause bringen?

Die Fahrt endet. Ich höre Hundegebell, das klingt nicht wie Zuhause ... Die Autotüren gehen auf, es stehen noch mehr Menschen vor dem Käfig in dem ich sitze. Auch sie reden mit mir. Ich wedle verlegen mit dem Schwanz.
Von dem einen Mann werde ich in einen Zwinger geführt – nein, ich will dort nicht hinein. Dort ist es kalt, der Beton ist hart. Es fühlt sich fast an wie Zuhause, aber es ist anders, hier liegen auch Decken. Sie geben mir den Namen „Hope“ – Hoffnung.

In den nächsten Tagen werde ich immer wieder aus dem Zwinger gelassen. Sie streicheln mich, fragen mich immer wieder, was ein so lieber Hund im Tierheim macht. Doch nach einer Weile muss ich wieder hinein in den ungeliebten Zwinger.

Mir ist schlecht. Ich habe seit meiner Ankunft nichts gefressen. Mit sorgenvollen Gesichtern stehen die Menschen vor meinem Zwinger. Sie bieten mir immer wieder andere Näpfe an, doch mir ist nur immer schlecht. Ich mag nicht fressen ...

An Tag fünf kommt eine Frau, lässt mich in ihr Auto steigen und fährt mit mir los. Geht es jetzt nach Hause? Nein, auch diese Fahrt endet woanders. Sie führt mich in einen Raum mit grünem Fußboden. Hier sind noch zwei Frauen. Alle streicheln mich, das ist schön. Ich genieße diese Zuwendung sehr, schon viel zu lange hatte ich die nicht. Ob Herrchen überhaupt noch an mich denkt?

Sie heben mich auf einen Tisch, untersuchen mich, pieksen mich ins Bein ... ich lasse alles geduldig mit mir machen. Die Frau vom Tierheim tätschelt mir immer wieder sanft den Kopf. Sie bewundern meine Geduld. Die habe ich in meinem Leben lange und oft gehabt, musste ich immer wieder Welpen gebären und aufziehen. Nach wenigen Wochen haben sie mir meine Kinder jedes Mal genommen. Sie bewundern meine Geduld ... meine Zitzen sind vernarbt, mein Gesäuge hängt. Meine Zähne sind vom schlechten Futter abgenutzt, ich habe Liegeschwielen. Geduld habe ich lange gehabt, das Pieksen und untersuchen ist gegen dutzende spitzer Welpenzähne schon fast angenehm.

Ratlos wischen die Frauen mein Erbrochenes weg. Mir ist schlecht, aber anstatt zu schimpfen, streicheln sie mich. Hier möchte ich bleiben. Ob Herrchen mich überhaupt vermisst? Ich werde noch dreimal gepiekst, ehe ich wieder ins Auto steige und wir wieder losfahren.

Zurück im Heim muss ich nicht mehr in den Zwinger. Sie führen mich in einen gefliesten Raum, dort liegen Decken ... weiche, kuschlige Decken. Mir ist immer noch schlecht, aber hier ist es besser als im Zwinger. Immer wieder sehen sie nach mir, sie versuchen mir Futter anzubieten, doch ich mag nicht. Innerhalb der nächsten Tage wird mein Gang immer wackliger, ich bin schwach, mir ist schlecht. Jetzt stehen die Frau vom Tierheim und die, die mich gepiekst hat vor mir. Bedrückt schauen sie mich an. Der Zettel in ihren Händen zittert ... sie geben mir noch einmal drei Spritzen. Mir ist immer noch so schlecht, mehrmals spucke ich gelbe Flüssigkeit ...“

 

Hope musste wegen Nierenversagen nach gerade einmal neun Tagen Tierheim eingeschläfert werden. Sie war nur kurz bei uns, doch ihr Schicksal berührte Jeden. Ihr Leben lang als Gebärmaschine benutzt, ihre Menschen haben sicherlich viel Geld mit ihren Welpen verdient. Doch als sie alt und krank wurde, hat man sie einfach ausgesetzt. Hope, auch wenn es dein Herrchen wahrscheinlich nicht tut, aber WIR vermissen dich sehr.

Anita Gommert

Letzte Aktualisierung der Homepage war am:

24.11.2017

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