Willkommen im Tierheim des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel e.V.
Willkommen im Tierheim des Tierschutzvereins Brandenburg an der Havel e.V.

Ein Stubentiger kommt selten allein...?

Emil - Einzelkater und stolz darauf
Die Frage, ob Katzen tatsächlich Einzelgänger sind oder einen Artgenossen an ihrer Seite benötigen, wird auch in unserem Vermittlungsalltag immer wieder kontrovers diskutiert. Keinesfalls lässt sich diese Frage pauschal beantworten, denn es gibt sowohl Einzelkatzen als auch Zweitkatzen.
 
"Einzelkatzen" erkennen wir im Tierheim bspw. am Verhalten des Tieres in der Katzenstube. War das Tier einzeln in der Quarantäne noch verschmust, zutraulich und entspannt, so zieht es sich in der Katzenstube entweder unter Fauchen und Knurren massiv zurück, etwa in eine Höhle oder auf einen Dachbalken, oder aber es haut sich die anderen Katzen buchstäblich um die Ohren. Diese Kandidaten sind in einem Tierheim dann echte Notfälle und meist tot unglücklich. Die Ursachen dafür reichen von mangelnder Sozialisierung, über Veranlagung bishin zum Charakter des Tieres. Wer sich für ein einzelnes Tier entscheidet, sollte sich daher im Tierheim gezielt beraten lassen. Denn natürlich gibt es viele Tiere, die den Kontakt zu Artgenossen nicht wollen bzw. ihn nicht zwingend benötigen.
Erni mag seine Artgenossen sehr gern und sucht Körperkontakt
Das Gegenteil davon ist die klassische "Zweitkatze". Hierbei unterscheiden wir in Tiere, die den Körperkontakt zu Artgenossen regelrecht suchen - "Aktive Zweitkatzen" sowie Tiere die die Anwesenheit der Artgenossen einfach nur nicht stört bzw. die diese tolerieren - "Passive Zweitkatzen".
 
Die "Aktive Zweitkatze" benötigt den Kontakt zu Artgenossen ganz dringend und möchte nicht darauf verzichten. Dazu zählen in den meisten Fällen unsere Katzenkinder und Katzenpaare. Letztere wurden entweder zusammen im Tierheim abgegeben, sind Geschwister oder haben sich schlichtweg im Tierheim einen Sozialpartner gesucht. Diese Tiere finden ihren Halt in der anderen Katze und zeigen dies durch gemeinsames Spiel, Kontaktliegen und/oder dem gegenseitigen Putzen. Dies kann, so gut es auch gemeint sein mag, "MENSCH" nicht ersetzen. Das wäre in etwa so, als würden Eltern ihren Kindern den Kontakt zu und das Spiel mit anderen Kindern verbieten.
 
Insbesondere für berufstätige Menschen, die ein Tier für die Wohnungshaltung suchen, KANN die Anschaffung zweier Tiere sinnvoll sein. Die Katze hat so ihren Sozialpartner und Spielgefährten und "Mensch" muss bei Abwesenheit kein schlechtes Gewissen haben. Insofern eine "Win-Win-Situation" für Stubentiger und Mensch. Wer einmal den Genuss erleben durfte, Katzen beim gemeinsamen, ausgelassenen Spiel oder Putzen zu sehen, wird verstehen. Das Vorurteil, dass sich die Katzen dann nur mit sich und weniger mit dem Menschen befassen, ist an dieser Stelle schlichtweg nicht haltbar und weder belegt noch bewiesen.
 
Die Vermittlung eines Katzenpärchens oder zweier Katzenkinder ist relativ einfach, wohingegen die Vermittlung einer Katze zu einem bereits vorhandenen Artgenossen dazu, sich etwas schwieriger gestaltet. Wir nennen diese Art Vermittlung liebevoll "Die Königsdisziplin". Es kommt entscheidend darauf an, wie gut der Mensch seine eigene Katze einschätzen kann und ob er bereit ist, im Zuge einer erfolgreichen Vermittlung seine persönlichen Vorstellungen hinsichtlich der "Zweitkatze" zurückzuschrauben. Zunächst sollten folgende wesentliche Fragen beantwortet werden:
 
  • Kennt meine Katze andere Katzen?
  • Wenn ja, wie reagiert sie gegenüber Artgenossen (zickig, eingeschüchtert, dominant, aggressiv, neugierig etc.)? Ist der Sozialpartner ihrer vorhandenen Katze verstorben, ist ebenso die ganz genaue Einschätzung, das Rollenverständnis sowie der Verwandschaftsgrad (z. B. Geschwister) des ehemaligen Duo`s interessant. Denn: Auch bei Katzen ist Freundschaft sympathieabhängig.
  • Ist meine Katze kastriert?
  • Wie schätze ich meine Katze grundsätzlich ein (verspielt, faul, neugierig etc.)
  • Wie verhält sich meine Katze gegenüber Menschen (Kampfschmuser, zurückhaltend etc.)?
  • Warum soll eine Zweitkatze dazu - ist es tatsächlich gut für das vorhandene Tier (z. B. weil der bisherige Kuschelpartner verstorben ist) oder handelt es sich eher um einen Wunsch des Menschen? Bitte lassen Sie sich Ihre Beweggründe ganz genau und ehrlich durch den Kopf gehen, denn auch diese sind für eine gute Beratung unverzichtbar.
  • Wie alt ist die vorhandene Katze?
  • Wie viel Platz steht den Tieren zur Verfügung?
  • Bin ich bereit zusätzliche Toiletten (pro Tier mindestens eine), mehrere Futter- und Wassernäpfe aufzustellen?
 

Hinsichtlich der letzten Frage ist zu bemerken, dass es nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist, jüngere und ältere Tiere zusammenzubringen. Jedoch muss sich der Mensch darüber im Klaren sein, dass das Kräfteverhältnis zwischen beiden Tieren meist unausgewogen ist (im Ernstfall kann es zu ernsthaften Verletzungen bei dem jüngeren/schwächeren Tier kommen). Darüber hinaus haben jüngere und ältere Tiere evtl. unterschiedliche Lebensvorstellungen, während der eine ständig spielen möchte - fühlt sich der andere schnell genervt von dem Jungspund - ein Interessenkonflikt entsteht. Und schließlich sollte "Mensch" bedenken, dass das ältere Tier irgendwann zwangsläufig aus Altersgründen eine Lücke hinterlassen wird, die es dann erneut zu füllen gilt. Der allgemeine Rat tendiert daher dazu, zwei etwa gleichaltrige Tiere zu halten.

Es gilt bei der Auswahl einer Zweitkatze, die Bedürfnisse der Tiere an die oberste Stelle zu setzen. Nur sekundär sollten Dinge wie etwa Fellfarbe, Alter oder Zutraulichkeit eine Rolle spielen. Ist der passende Kandidat gefunden, muss zwingend darauf geachtet werden, dass sich der alt Eingesessene nicht zurückgesetzt fühlt. Es gilt positiv zu bestärken und den Eindruck von "Normalität" und "Jetzt ist alles noch viel Schöner" zu vermitteln. Zusammenführungen sind zunächst immer mit Stress verbunden, bedenken Sie: Die neue Katze hat Umzugsstress (Fahrt, neue Umgebung, fremde Gerüche) - die alte Katze hingegen den "Eindringling" zu ertragen. In einigen Fällen raten wir sogar dringend von dem Versuch ab, eine Zweitkatze zu adoptieren - weil wir davon ausgehen müssen, dass dem vorhandenen Stubentiger damit kein Gefallen getan wird.
Und schließlich ist immer zu bedenken, dass es keine 100%ige Chance gibt, dass eine Zusammenführung auch funktioniert - deshalb auch "Königsdisziplin" ;-)
 
Wir beraten Sie gern, fühlen Sie sich willkommen in unserem Hause.
 
Ihr Tierheimteam
Diego & Kaspar eine Bilderbuchzusammenführung

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21.08.2017

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Tieriche Grüße von Emmet und Eugen (jetzt Emil und Sami), von LouLou (jetzt Philippa), Flip sowie Hampton & HydeWir wünschen eine tolle gemeinsame Zeit!

 

Newton benutzt das Katzenklo... hurrraaaaa... Liebe, Leckerlies und viel Zuneigung, das ist es was ein roter Kater so braucht, um seine Menschen glücklich zu machen.

 

Lilly genießt ihr Leben in vollen Zügen und hat ihren Beschützerinstinkt  entdeckt.

 

Unsere Diva Stella hat sich gemeldet und berichtet von ihrer neuen Freundin Luna.

 

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