Tier im Tierheim abgeben?

Wer sich von einem geliebten Tier trennt, hat in den meisten Fällen einen triftigen Grund. Der erste Anruf geht meist gleich ans Tierheim in der Nähe.
Doch eine Abgabe im Tierheim sollte nicht der erste Weg, sondern der letzte Ausweg sein. Eine Vermittlung über Bekannte, Freunde oder auch über ein Inserat hat schon viele Tiere vor dem Tierheim bewahrt. Es gibt in jedem Falle die Möglichkeit, das Tier mit auf unsere Homepage zu setzen. Das tun wir gern und kostenlos. (Natürlich nicht für Züchter!!)

 

Was aber, wenn es nicht anders geht?
Wenn alle Stricke reißen und kein Ausweg in Sicht ist, melden Sie sich bei uns. Haben wir Platz, können wir Ihnen sicherlich helfen. Wichtig ist bei Hunden, dass das Tier mit Artgenossen verträglich ist. Unverträgliche Hunde können wir aus Platzgründen nicht aufnehmen, denn unsere Hunde leben zu 98% in Kleingruppen.
Generell ist die Abgabe eines Tieres im Tierheim nicht kostenlos.
Bei Katzen liegt die Abgabegebühr zwischen 50 und 120 Euro, je nach Gesundheitsstatus, also ob das Tier geimpft/entwurmt/kastriert ist.
Für Hunde wird nach denselben Kriterien eine Abgabegebühr zwischen 100 und 200 Euro fällig.

 

Warum kostet die Abgabe Geld?
Wir finanzieren uns über Spenden. Unsere Tiere bekommen nicht nur Futter, sondern auch medizinische Rundumbetreuung. Sie werden geimpft, gechippt, entwurmt und kastriert. All das kostet Geld. Die Abgabegebühr soll einen Teil dieser Kosten decken.

 

Besteht ein Anrecht, das Tier im Tierheim abgeben zu können?

Nein. Abgabetiere können in jedem Tierheim nur dann aufgenommen werden, wenn für sie Platz ist. Für ein Tierheim gibt es keine rechtliche Pflicht, dem Halter sein Tier abzunehmen.
Sätze wie "Dafür sind Sie schließlich da!" oder "Was soll ich denn machen?" können sich Tierhalter ersparen, indem sie sich die Anschaffung eines Tieres ernsthaft überlegen. Dass sich Lebensumstände durch Krankheit, Scheidung oder Umzug ändern, ist der Lauf der Dinge. Dass ein angeschafftes Tier irgendwann einfach unbequem oder lästig wird, ist ein hausgemachtes Problem, bei dem Tierheime nur dann helfen können, wenn es in ihrer Macht steht ...
und darauf kann und darf sich kein Tierhalter ausruhen. Die Verantwortung für sein Tier trägt jeder selbst.